29. Januar 2012

Herdentrieb-Joana

Nachdem ich in so vielen blogs darauf gestoßen bin, will ich nun endlich auch an einer Joana arbeiten.
Vor Jersey hab ich ja irgendwie Respekt. Da ich aber immer wieder höre, das es ganz einfach ist, schnell geht  und auch der Schnitt soll ja so einfach sein, nun dann befreit ich doch mal 2 Stoffstücke aus dem Schrank. Gesagt, getan. Vorgewaschen sind die Stoffe und gebügelt  eigentlich auch. Eigentlich, denn das ewige Rein- und Rausgezerre von Stoffen macht natürlich neue Falten. Also "schnell" gebügelt. Schnell ging das ja gar nicht.
Danach auf dem Fußboden ausgelegt. Wo bitte ist der Fadenlauf in diesem Stoff zu sehen und warum scheint er nicht gerade zu laufen? Irgendwie wurde es dann doch gerade und faltenfrei, jedenfalls auf der oberen Seite. Weil ich mit einer normalen Maschine nähen werde, habe ich die  üblichen Nahtzugabe  angezeichnet. Machte keinen Spass, denn das Rädchen schob Wellen von Stoff vor sich her und hatte demzufolge so einige Aussetzer Also nachgebessert und endlich  mutig zugeschnitten. Die Länge auf den ganzen Stoff ausgedehnt. Auch daran gedacht, dass der  hinteren Ausschnitt höher gehen soll, also das kleine Teil an den Stoff angeklebt. Gut.Geschafft.

Nun das ganze noch Mal mit dem Stoff für die Ärmel. Die scheinen mir etwas kurz also ein paar Zentimeter mehr angeschnitten. Auch fertig. Nun aber erst einmal den Rücken strecken und dehnen. Die Stoffreste aufs Bügelbrett  und den Streifen für den Ausschnitt zugeschnitten und in den Bruch gebügelt.Und nun: Der Nähnachmittag ist rum und ich habe nicht einen Stich genäht.  Für die Schulternaht wäre ja "schnell" noch Zeit, aber aus Erfahrung weiß ich, dass "mal schnel"l oder "nur kurz" selbst bei idiotensicheren Sachen zumeist beim Nahttrenner landen. Und deshalb und wegen des Respekts (siehe oben) geht es hoffentlich am nächsten Wochenede weiter. Bitte Daumendrücken!

Fazit:Wenn von schnellem Jersey-Nähen die Rede ist, ist wohl nicht der Zuschnitt gemeint-oder?

Keine Kommentare: